Die Geschichte und Menschen, die hinter LUMA enlite stecken

 

Lieber Wolfgang, bei unserem ersten Treffen hast Du uns von der „Theorie des erfinderischen Problemlösens“ berichtet. Was hat sie mit der Erfindung der LUMA-Produkte zu tun?

TRIZ (ein russisches Akronym) war eine der grundlegenden Lehren unseres Studiums. Es geht darum, für bekannte Probleme („ich sehe beim Waldlauf nichts“) nicht die typischen Standardlösungen zu finden: Immer neue Stirnlampen, von denen jede noch ein Stückchen heller ist. Stattdessen versucht man eine andere, kreative Lösung zu finden. Wir sind der Meinung, dass eine Lampe nicht nur gut leuchten, sondern vor allem auch gut sitzen und nicht am Kopf stören sollte – auch, oder gerade, wenn ich zudem eine Kopfbedeckung benötige. Dafür braucht sie nicht x-tausend Lumen. Wir versuchten uns gemäß dieser Theorie auf das Wesentliche zu besinnen. Die Lösung war, die Lampe vollständig in das Textil zu integrieren. Herausgekommen ist eine Symbiose aus beidem, die es bisher so nicht gab.

 

Inwiefern flossen Deine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse in die Erfindung von LUMA mit ein?

Ich habe als Ingenieur in der Automobilindustrie gearbeitet und war beruflich stark eingebunden, sodass ich immer nur abends Zeit für Sport hatte, wenn es schon dunkel war. So hatte ich Gelegenheit, verschiedene Stirnlampen auszutesten und erkannte ein Defizit: Die Lampen drückten oder rutschten, ließen sich nicht mit einer Mütze kombinieren und das Licht war so grell, dass die Kontraste sehr stark waren – während ich links und rechts gar nichts mehr erkennen konnte. Das war ziemlich anstrengend für die Augen.

 

Wann wurde LUMA enlite gegründet und von wem?

Wir sind eigentlich ein sehr junges Unternehmen: Mein Geschäftspartner Florian Schneebauer und ich haben LUMA enlite im Frühjahr 2018 gegründet, nachdem wir einen aktiven Investor gefunden hatten.

 

Nachdem die Idee geboren wurde, habt Ihr Euch über Kickstarter finanziert. Was ist seitdem alles passiert

Vor der offiziellen Gründung versuchten wir uns Ende 2015 mit einem Kickstarter-Projekt. Neben finanziellen Mitteln brachte uns das vor allem ein direktes Feedback durch die Community, wir sahen: Da ist Interesse da. Das hat uns bestätigt. 2016 und 17 stießen dann die ersten Händler dazu, gegen Ende 2017 auch die ersten Schweizer Händler.

 

Nach allem, was Du uns hier berichtest, bist Du ein echter Tüftler. Was hast Du denn noch so alles erfunden?

Das stimmt. Zusammen mit unterschiedlichen Teams habe ich beispielsweise auch ein Business-Möbel, die Cloud, erfunden, sowie eine Autoabdeckung (Car Shield). Beides war, wie auch LUMA, aus einem persönlichen Bedürfnis und der Erkenntnis, dass der Markt dies nicht befriedigte, entstanden.

 

Stirnlampen gibt es viele. Was ist an den LUMA-Produkten so besonders/anders?

LUMA ist keine Stirnlampe; LUMA ist ein Textil, das zusätzlich Beleuchtung bietet. Es ist äußerst angenehm zu tragen, atmungsaktiv und hautfreundlich. Der Lichtkegel ist eliptisch für eine verbesserte und weniger kontrastierende Nahsicht. Es gibt keine störenden Elemente, nichts kann hängenbleiben oder verrutschen. Hinzu kommt eine extrem leichte und dennoch robuste Bauweise. Man spürt gar nicht, dass die Lampe da ist. Aus technischer Sicht bietet die LUMA sehr leistungsstarke Frontstrahler sowie einen rötlichen Rückstrahler mit verschiedenen Leuchtmodi. Das LED-System wurde in  Österreich entwickelt und wird von einem Akku gespeist, der mit einem Mikro-USB-Stecker der weltweit höchsten Qualitätsstufe ausgestattet ist..

 

Interessant! Und wer kann LUMA active gebrauchen?

LUMA active richtet sich an den urbanen Sportler, der nach der Arbeit trainieren geht. Er wünscht sich dabei ein Textil, das Klimakomfort bietet, und perfekte Beleuchtung, die nicht stört.

 

Ihr habt soeben ein neues Produkt, LUMA boost, gelauncht. Wie unterscheidet es sich von der active?

LUMA boost ist unsere neueste Erfindung. Hier wollten wir die erreichen, die auch mal ein bisschen mehr wollen: Weiterreichendes Licht, zum Beispiel fürs Trailrunning, Skitouren oder Ultra-Läufe. Da ist das Gelände nicht so gleichmäßig wie in der Stadt. Und der Aktive ist, beispielsweise auf Ski, schneller unterwegs. Da braucht es eine etwas höhere Lichtleistung und perfektes, kontrastreiches Lucht, das die Augen nicht anstrengt. Die bietet die BOOST.

 

Wie groß ist LUMA enlite? Wieviele Mitarbeiter sind bei Euch beschäftigt?

Wir sind, wie gesagt, ein sehr junges Unternehmen und daher noch klein. Mit mir als Geschäftsführer sind wir ein Drei-Mann-Team: Daniel verantwortet das Marketing, während Martin sich um den Vertrieb kümmert.

 

Wo siehst Du Dein Unternehmen in fünf Jahren?

In fünf Jahren möchte ich eine umfassende Kollektion an LED-Performance-Textilien anbieten, die für jeden Bedarf die passende Lösung bietet. In unserem Nischenbereich möchten wir als Qualitäts- und Premiumhersteller anerkannt werden.